Zu Diensten sein

Ein Auszug aus Praktische Erleuchtung

Zu Diensten sein

practical-enlightenment-cover-web“Ich weiß nicht, was dein Schicksal sein wird, aber eines weiß ich: Die einzig wahrhaft Glücklichen unter uns werden diejenigen sein, die den Weg zum Dienst an anderen gesucht und gefunden haben.” – Albert Schweitzer

Being of ServiceLaurie kreuzte mit schwungvollen Schritten und einem bemerkenswert leichteren Auftreten auf. In der Stadt fand ein Fest statt und sie nahm teil. In Wirklichkeit hat sie weder viel von der Unterhaltung gesehen, noch hat sie an den Fahrten und Aktivitäten teilgenommen. Stattdessen war sie “verantwortlich für die Bohnen”. Das Zusammensein war ein von ihrer Kirche organisiertes Gemeinschaftsprojekt zum gemütlichen Beisammensein und sie hat den Tag draußen beim Grill verbracht und Bohnen verkauft. Wir konnten ihr ansehen, dass sie wohlgenährt davon wegging.

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, zu Diensten zu sein. In deiner eignen Gemeinschaft wird es bestimmt bereits viele existierende Möglichkeiten geben, oder du kannst dir einige eigene kreieren. Über die Welt verteilt gibt es eine Basisbewegung, welche Sag JA zu Deinem Leben! (Say YES to Your Life!)-Treffen kreiert, wo Menschen freiwillig Abende leiten, welche dem Erfahrungsaustausch von Praktischer Erleuchtung gewidmet sind, um es anderen weiter zu geben, damit sie ihre eigenen Erfahrungen damit machen können. Die Produzentin unserer Radiosendung Being Here bietet seit 2007 selbstlos ihre Zeit an, um es Millionen von Menschen zu ermöglichen, einen Geschmack von Unmittelbarer Transformation zu haben. Gruppen von Freiwilligen in unserer transformativen Gemeinschaft machen unsere Kursräume parat und leiten die Abläufe, um andere darin zu unterstützen, was für sie möglich ist.

Wenn du wirkliches Glück und Wohlbefinden in einer anhaltender Art erleben möchtest, dann kommt eine Zeit, wenn du die Aufmerksamkeit von deinem eigenen Überleben und irgendwohin ankommen wegnimmst, und entdeckst, dich um andere zu kümmern und um deine Umgebung. Die Herausforderung ist, dass die meisten Menschen denken, dass sie, wenn sie die Aufmerksamkeit weg von ihrem eigenen Überleben nehmen, das was sie wollen und brauchen in ihrem Leben, nicht bekommen.

Sich um die Leute um einen herum zu kümmern, unterstützt dich, ein brillantes Leben zu führen. Aber du kannst dich nicht um andere kümmern, um andere zu übertrumpfen oder um etwas zu erreichen. Es muss ein purer Akt des zu Diensten seins sein – nicht damit du etwas dafür bekommst, wenn du es tust. Hier ist ein von Shya erzähltes Beispiel:

Es gab eine Zeit, vor vielen Jahren, als ich eine Freiwilligengruppe bei einem Seminar geleitet habe. Als wir den Raum, bevor die Teilnehmer ankamen, vorbereiteten, war da ein Paar, das sich drüber beschwerte, dass sie hier sein müssten. Sie hatten sich freiwillig gemeldet, da ihnen, zu der Zeit, als sie zugestimmt hatten, jemand gesagt hatte, dass sie viel aus dem Assistieren (indem sie anderen zu Dienste standen) bekommen könnten. Deshalb waren sie nicht beim Assistieren um zu assistieren, sie waren am Assistieren, um irgendetwas zu “bekommen” für das, was sie taten. Sie hatten die gleiche Beschwerde, die sie auf anderen Gebieten in ihrem Leben hatten, in dieses Projekt gebracht. So schlug ich ihnen vor, nach Hause zu gehen, da sie nicht wirklich hier sein wollten. Ich bin mir sicher, dass sie, als sie nach Hause kamen, dort auch nicht wirklich sein wollten.

Es ist lustig, wenn du deine Aufmerksamkeit auf dich selbst gerichtet hast und wie es dir geht, geht es dir die meiste Zeit miserabel. Zu Diensten sein erlaubt dir, das sich auf dich zu Fokussieren und das danach Streben, irgendwo “besseres” hin zu kommen, zu stoppen, was ein Geschenk ist. Da keine zwei Dinge dasselbe Du zur gleichen Zeit beschäftigen können, erlaubt dir zu Diensten zu sein, die Aufmerksamkeit von dir und die Machenschaften deiner Gedanken weg zu nehmen. Deine Gedanken werden nie zufrieden gestellt werden. Immer wenn du etwas erreicht oder dir angeeignet hast, rennen sie automatisch los, um das nächste Ding zu wollen, als ob dort, wo du bist und wie du bist, nicht genug ist, als ob du nicht bereits, so wie du bist, perfekt bist. Noch einmal, es geht alles um das Hier sein und Ja zu deinem Leben in diesem Moment zu sagen, anstatt irgendwohin zu kommen. Aber wenn du dich um andere kümmerst, um dich dahingehend zu manipulieren, glücklicher oder erfüllter zu sein, wird es nicht funktionieren, da du in der Realität weiterhin die Aufmerksamkeit auf dir hast und darauf, wie du es machst – die Gedanken sind auf diese Weise heimtückisch.

WENN DU ZU DIENSTEN SEIN MÖCHTEST, BEGINNE DORT, WO DU BIST

Hast du einen Impuls, Freiwilligenarbeit zu machen, außerhalb deiner selbst zu schauen, einen Unterschied bei anderen zu machen? Es ist einfach! Beginne dort, wo du bist. Schau dir die Dinge an, für die du Leidenschaft hast und teile sie. Schau, was in deinem Leben los ist, wisse, dass du ein Geschenk bist und teile das. Wir haben Freunde, welche andere ermutigen, sie bei einem vollen Spektrum von Aktivitäten, an denen sie interessiert sind, zu begleiten: “Begleite mich zum Hot Yoga,” (eine perfekte Art und Weise um sicherzustellen, dass du trainierst, so nebenbei.) “Ich mache ein neues Ernährungsprogramm und ich bin richtig begeistert davon. Möchtest du es mit mir machen?” (Eine großartige Art, dich anzuspornen um dein Wort während einer Diät zu halten). “Ich habe ein neues Café gefunden und ich bin sicher, du wirst es lieben.” Oder “Ich habe gerade ein Audiobuch gehört, welches du ausprobieren solltest.”

Es ist OK, wenn du von deinem Leben begeistert bist. Es ist OK, wenn du total enthusiastisch bist von dem, was du gerade tust. Es ist auch OK, wenn du dich verärgert fühlst. Manchmal denken die Leute irrtümlicherweise, dass sie „gut gelaunt“ oder am „richtigen“ Ort sein müssen, um in der Lage zu sein, sich selbst auszudrücken, oder sich anderen zuzuwenden. Einfach die Aufmerksamkeit von deiner Geschichte und davon, wie es dir geht, abzuwenden und dich hinzugeben, zieht dich in den gegenwärtigen Augenblick. Wenn du dich dagegen wehrst, wo du gerade bist, verlierst du dich dort. Wenn du aber deinen aktuellen Zustand miteinbeziehst, als ob er perfekt wäre, ihn ruhen lässt und dein Leben weiter lebst, bist du frei.

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