Artikel des Monats

von Ariel Kane

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Leicht gesagt für mich

In den vergangenen Jahren haben Shya und ich mit verschiedenen Personen gearbeitet, die mit einer Autoimmunerkrankung leben, und in der jüngeren Vergangenheit mit einigen, die Erfahrungen mit Long-Covid machen. Unter solchen Voraussetzungen ist es unmöglich „normal“ zu leben. Angesichts von Erschöpfung, körperlichen Schmerzen und Benommenheit ist leicht zu erkennen, dass diese Menschen freundlich mit sich umgehen müssen – auszuruhen, wenn es erforderlich ist und sich nicht anzutreiben, um das zu produzieren, von dem sie „denken“, dass sie es tun sollten.

Anders ausgedrückt, wir haben beobachtet, dass der Wunsch nach Produktivität diese Menschen antreibt zu übertreiben und über ihr momentanes Energielevel hinauszugehen, bis sie ihre Reserven erschöpft haben. Wir haben immer wieder gesehen, welch eine Herausforderung es für sie darstellt, sich nicht selbst zu verurteilen aufgrund eines überholten innerlichen Standards, selbst wenn die geliebten Menschen in ihrem Umfeld sie nicht verurteilen dafür, wie sie sind und für das was sie tun oder nicht tun.

Neulich habe ich entdeckt, es ist eine Sache etwas zu beobachten und eine andere, es aus erster Hand zu erleben.

Drei Tage, nachdem wir an unserem lokalen Angelfluss gewesen waren, wo ich saß um Shya während er angelte Gesellschaft zu leisten, bemerkte er etwas „Schorf“ hinten an meiner Wade. Letztendlich stellte sich jedoch heraus, dass es eine Hirschzecke war. Sobald ich die Zecke herauszog, entzündete sich die Stelle, an der ich gebissen worden war, und am Ende des Tages ging ich m Arzt.

Diagnose: Borreliose
Behandlung: 2 Wochen Antibiotika

Da ich die Krankheit noch in der Anfangsphase entdeckt hatte und sozusagen fast gleichzeitig mit der Einnahme des Antibiotikums startete, ging ich von der Fehleinschätzung aus, dass es keine weiteren Symptome geben würde, besonders auch weil der Bissbereich aufgehörte hatte empfindlich zu sein und rasch heilte.

Ich hatte mich geirrt.

Innerhalb von ein bis zwei Tagen fühlte ich mich sehr müde. Ich fühlte mich ein wenig abgespannt, gerade so viel, dass ich dachte, ich rede mir das nur ein. Dann kam eine leichte Übelkeit hinzu, Schmerzen und Benommenheit. Wenn ich mich antrieb, war ich schnell erschöpft. Wenn Shya und ich einen kleinen Spaziergang draußen machten, machte mir das den Kopf frei, worüber ich erleichtert war. Aber wenn ich an einem Tag Energie hatte, konnte ich nicht davon ausgehen, dass dies auch am nächsten Tag der Fall sein würde. Geduld war gefordert und da zu sein, um zu sehen was geht, anstatt mich anzutreiben, um in Übereinstimmung mit meinen Vorlieben zu sein.

Als meine Mutter noch lebte und die Demenz meines Vaters so weit fortgeschritten war, dass sie sich nicht mehr um ihn kümmern konnte, wenn er krank war, schrieb ich einen Artikel über „Die aufrechte Zone“. Dieser Text dokumentierte die Erfahrung, die ich damit gemacht hatte, wie es ist in schwierige Umstände einzutauchen, als wären sie ursprünglich meine Idee gewesen und wie sich mein Körper aufrichtete, um es zu tragen.

Kürzlich habe ich eine weitere Möglichkeit entdeckt – ein Zustand, der delikat und intim ist. Einer, in dem ich in meiner Mitte ruhe und ruhig bin – auch wenn ich mich bewege. Diese Art des Seins, ermöglicht Erholung ohne das zerstörerische Gewicht von Selbstverurteilung. Sie ist voller Respekt in Bezug auf meinen Zustand und versucht nicht im Voraus zu planen, wie ich in einer Stunde oder am nächsten Tag oder in einer Woche sein werde.

In der Vergangenheit war es einfach für mich, meine Freunde dabei zu beobachten, wie sie Freundlichkeit brauchte und eine Atempause von ihrem inneren Drang mehr zu tun und mehr zu sein. Es war einfach für mich zusagen, „Sei nett zu dir – ruh dich aus.“ Es ist etwas völlig anderes, dies auch mir selbst gegenüber zu tun. Und doch, meine Freunde haben mir den Weg gezeigt.

Al sich Borreliose hatte, war ich freundlich und respektvoll gegenüber der Ermüdung meines Körpers und seinem Energielevel, und ich fand einen Zustand der Gnade. Und jetzt habe ich eine weitere alltägliche Herausforderung, eine die in Zeiten der Genesung stattfindet: Werde ich immer einfach und freundlich mit mir umgehen, wann immer ich eine Pause brauche, aus welchem Grund auch immer?

Anmerkung der Autorin: Als Bonus, ist hier der Link zu Die aufrechte Zone, der Artikel, der oben erwähnt wird, zum ersten Mal veröffentlicht im Mai 2019.

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Seit 1987 haben die international gefeierten Autoren, Seminarleiter und Business Consultants Ariel & Shya Kane Menschen dabei begleitet und unterstützt aus dem Sumpf der Gedanken in die Klarheit und Brillanz des Augenblicks zu gelangen. Um mehr über die Kanes und ihre Transformative Gemeinschaft zu erfahren, oder um dich für ihren Email-Newsletter anzumelden, besuche ihre Website unter: www.unmittelbare-transformation.de Ihre preisgekrönten Bücher gibt es auch auf deutsch: „Lebe im Augenblick: Verwandeln statt Verändern- Die Erfahrung der Unmittelbaren Transformation” , „Das Geheimnis wundervoller Beziehungen- Durch unmittelbare Transformation”, „SEIN – Geschichten mit erleuchtender Wirkung zum Lachen, Weinen, Mitfühlen und einfach nur Mensch sein” , „Partnerschaften wie im 7. Himmel – Eine neue Sichtweise mit wundervollen Auswirkungen auf Dating, Beziehungen, und Ehe”, sind im Windpferd Verlag erschienen und im Buchhandel oder bei amazon.de erhältlich. Ihr neustes Buch „Being Here…Too“ ist im November 2018 erschienen und ebenfalls auf amazon.de erhältlich.