Ariel & Shya Kane: Catalysts for Instantaneous Transformation
parrot

Lebst du Dein Leben oder denkst Du
nur darüber nach

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Januar 2012

Was du bereits „weißt" hält dich davon ab zu entdecken, was möglich ist. Es gibt eine Geschichte über einen Universitätsprofessor, der daran interessiert ist, etwas über Zen lernen, die diese Idee demonstriert:

Es gab einmal einen Universitätsprofessor der lernen wollte, wie man Zen studiert und praktiziert. Er entschied, dass der beste Weg um dies umzusetzen wäre, einen Zen-Meister zu finden und diesen zu befragen. Mit dieser plötzlichen Inspiration begann er seine Recherche und fand einen im Internet, in dem er „Zen Master"googelte. Sofort jagte der Professor eine Email los und vereinbarte einen Termin. Am Tage des Termins, zur vereinbarten Zeit, erscheint er im Haus des Zen-Masters, in den Händen Notizbücher und seinen Minirecorder, bereit die wichtigen Punkte einzufangen.

Der Zen-Master begrüßt ihn an der Tür mit einer leichten Verbeugung und lädt ihn ein einzutreten. Sobald er sitzt, sagt der Professor, „Ich möchte, dass du mir von Zen erzählst, alles über Zen. Ich möchte Zen verstehen." Er platziert seine Recorder auf dem Tisch und bereitet sich vor, Notizen zu machen.

„Ja," erwidert der Zen-Master. „Lass uns Tee trinken."

Leicht irritiert, dass sie nicht gleich zum Punkt kommen, denkt der Professor sich schnell, dass es sicherlich der beste Weg ist, sich seinem Gastgeber dankbar zu zeigen, schließlich sind sie in seinem Haus. Also lehnt er sich zurück und tut sein Bestes, seine Ungeduld zu verbergen, er wartet, bis es Zeit ist, zu beginnen.

Der Zen-Master braut den Tee in einer Kanne und holt zwei Tassen mit Untertassen hervor. Dann beginnt er den Tee in die erste Tasse einzuschenken. Er gießt ein, bis die Tasse halbvoll ist und fährt fort, bis die Tasse fast voll ist bis zum Rand. Und dann, zum Staunen des Professors, fährt der Zen-Master fort einzuschenken, und der Tee fließt über den Rand der Tasse und in die Untertasse, und er gießt immer noch nach. Als der Tee die Untertasse überflutet und über den Tisch fließt, schreit der Professor, „Stop! Kannst du nicht sehen, dass die Tasse voll ist? Es passt nicht mehr hinein!"

„Ja", sagt der Zen-Master. „Es ist genau wie mit deinem Kopf. Er ist so voll, dass er nichts mehr fassen kann. Um etwas über Zen lernen zu können, musst du zuerst deine Tasse leeren, deinen Kopf."

Transformation, Selbstverwirklichung, Erleuchtung – ist nicht zu verstehen durch das hindurch, was du bereits kennst. Dein Denken ist bereits voll mit Vorstellungen, die du von der Kultur gelernt hast, mit der du groß geworden bist, von der Familie in der du aufgewachsen bist, von den Schulen, die du besucht hast. Dein Kopf ist voll mit Informationen. Dein Hirn wird alles, was wir über Erleuchtung sagen, mit dem vergleichen, was es bereits kennt, was du gelesen hast, gesehen, dem du ausgesetzt warst, worüber du bereits nachgedacht hast. Tatsächlich besteht die Wahrscheinlichkeit, dass du die Zen-Master/Professor-Geschichte bereits schon früher gehört hast, so dass du, als du sie jetzt gelesen hast, nicht einfach die Geschichte „gehört" hast, sondern ganz schnell die Details verglichen hast mit dem, was du zuvor gehört hattest und sogar Kommentare gegenüber dir selbst abgegeben hast, bezüglich der Unterschiede.

Um irgendetwas völlig neu zu hören, musst du die Neigung deines Hirns Vergleiche zu ziehen, Informationen hinzuzufügen, zuzustimmen oder nicht zuzustimmen, in Wartestellung halten. Du musst dich von deinem Standpunkt lösen, einschließlich dem, was du sagen möchtest, wenn der Sprecher geendet hat, mit dem, was er oder sie sagt.

Es gibt ein Zitat aus Herman Hesses Demian, „Wer geboren werden will muss eine Welt zerstören." Das Küken muss das Ei zerstören. In der Realität kannst du den Augenblick nicht verstehen. Nochmal, die Natur des Verstehens geschieht im Vergleichen dessen was im Augenblick geschieht, mit dem was bereits bekannt ist. Alles was sich außerhalb dessen befindet, was du bereits kennst, kannst du dir nicht mal vorstellen.

Wir menschlichen Geschöpfe sind so konditioniert durch die Kultur in der wir aufgewachsen sind, dass wir uns nichts außerhalb der Lehren und der überzeugungen dieser Kultur vorstellen können. Alles setzt sich in Relation zu diesen überzeugungen. Als Einstein anfänglich die Relativitätstheorie behauptete, vor dem Aufkommen der Quantenphysik, hielten die Leute das für Geschwafel. Es hatte keinerlei Wert. Sie konnten es nicht verstehen, weil es sich außerhalb der Weltanschauung oder des Systems befand, die sie kannten und durch die hindurch sie lebten.

Erleuchtung ist erfahrend. Erfahrung überträgt sich in Konzept. Konzepte sind Wortstrukturen, die genutzt werden, um Erfahrungen zu beschreiben. Die Worte zaubern nicht die Erfahrung herbei. Unsere Gedanken kommen als Worte zu uns. Wir leben in Worten. Anstatt unser Leben zu erfahren, unterhalten wir uns mit uns selbst über das, was bereits geschehen ist. Erleuchtung bedeutet, dein Leben zu leben, anstatt dich mit dir selbst über das zu unterhalten, was bereits geschehen ist.

Also um zu rekapitulieren: Um etwas neu zu hören, ist es unabdingbar das Vergleichen zu lassen zwischen dem, was gesagt worden ist und dem, was du bereits kennst oder von dem du glaubst, dass es wahr ist. Es gibt Studien, die aufzeigen, dass man argumentiert um Recht zu behalten mit dem, was man bereits kennt, unter Ausschluss der Informationen, die die Unkorrektheit dessen was man kennt, beweisen. Teile deines Gehirns werden aktiviert, um unbequeme oder widersprüchliche Daten zu missachten, die im Gegensatz zu dem stehen, was man bereits kennt oder für wahr hält. Nach dem dies gesagt ist, es gibt Wege diese automatische, rückbezüglich abweisende System zu umgehen: Bewusstheit und Engagement.

Bewusstheit ist ein urteilsfreies, neutrales Beobachten von etwas. Wenn du dich selbst und das, was du siehst, nicht beurteilst, dies schließt deine automatisch ablehnende und voraus denkende Natur mit ein, dann bleibst du nicht an der Stelle stecken. Beurteilungen und Wertungen sind kopfgesteuert, gedankenbasiert, aus der Vergangenheit abgeleitet und der Kultur, in die du hineingetaucht wurdest. Sie bestärken was du „weißt", anstatt dich darin zu unterstützen, dein Leben von Augenblick-zu-Augenblick zu erfahren. Wenn du darin fortfährst, dich zu engagieren, in dem was aktuell in deinem Leben geschieht, anstatt dich mit dir selbst über deine Vorlieben zu unterhalten, dann stimulierst und kreierst du sogar neue neurale Pfade, anstatt auf den alten ausgetretenen Wegen deines Denkens zu rennen. Indem du bewusst und engagiert in deiner Umgebung bist, stärkst du deine Fähigkeit dein Leben zu erfahren, anstatt dich einfach nur mit dir selbst darüber zu unterhalten.


Seit 1987 sind die Kanes international anerkannte Autoren, Seminarleiter und Unternehmensberater. Ariel & Shya Kane agieren als Wegbegleiter, die Menschen durch den Sumpf der Gedanken in die Klarheit und Brillanz des Augenblicks führen. Um mehr über die Kanes und die Transformations–Gemeinschaft zu erfahren oder um sich für ihren Email-Newsletter: „The Excellence Club: Having It All" einzutragen, besuche ihre Website: www.unmittelbare-transformation.de. Informationen zu ihren drei Büchern: „Lebe im Augenblick! Verwandeln statt verändern – Die Erfahrung der Unmittelbaren Transfomation", „Das Geheimnis wundervoller Beziehungen – Durch unmittelbare Transformation" und „SEIN, Die Kraft des Augenblicks – Geschichten mit erleuchtender Wirkung zum Lachen, Weinen, Mitfühlen und einfach nur Mensch sein" sind im deutschen Buchhandel und auf amazon.de erhältich.